Vier Jahre auticon

Vom Start-Up zum Mittelständler

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Vor vier Jahren war es so weit: Zwischen der Idee im August 2008 und der Gründung von auticon am 21. November 2011 lagen immerhin gut drei Jahre. Dirk Müller-Remus und Johannes Weber vom Social Venture Fund hatten gerade die Gesellschafterverträge zur Gründung der auticon GmbH unterschrieben, da schlüpfte das Gründungsteam um Dirk Müller-Remus, Anna Roth Bunting und Bernd Herwig unter das Dach des Social Impact Lab – einem von SAP finanzierten Co-Working Space im tiefsten Kreuzberg für junge innovative Social Entrepreneurs.

21. November 2015

„Alles Gute vom Social Venture Fund und von mir! Es ist toll, die Entwicklung von auticon über die letzten Jahre zu sehen. Ich freue mich, auf die weitere gemeinsame Arbeit!“

Johannes Weber, Managing Partner, Ananda Social Venture Fund

Im Berliner Social Impact Lab wurden die ersten Grundlagen auf dem Weg zu einem besonderen Unternehmen geschaffen. Doch schon vier Monate später ging es – wie bei vielen wachsenden Start Ups – weiter in den nächsten Co-Working-Space. „Da hatten wir zwar tolle Büros und eine riesige Dachterrasse, aber die Räume waren für unsere Consultants ungeeignet. Wir brauchten etwas eigenes, etwas Ruhigeres“, erinnert sich Dirk Müller-Remus. Mittlerweile bestand auticon schon aus elf Mitarbeitern, darunter sechs Consultants. Also stand im November 2012 ein weiterer Umzug in die Berliner City West an. Das erste eigene auticon Büro. Inzwischen war auch bereits die erste Niederlassung in Düsseldorf in Planung.

„Wir hatten im Jahr 2012 Fehler gemacht, aber sofort daraus gelernt. Insbesondere im Recruiting geeigneter Consultants wissen wir seitdem viel besser, wie man was warum macht und was besser nicht. Zudem mussten wir unser Bewerberprofil schärfen“, so Müller-Remus. Nachdem das geschehen war, hieß es „Vertrieb, Vertrieb, Vertrieb“. auticon hatte bereits in 2012 diverse Kundenkontakte mit konkreten Angeboten, die sich aber erst in 2013 auch in Aufträgen niederschlugen.

„Ich gratuliere auticon herzlich zum vierten Jahrestag. Eine tolle Entwicklung über die vergangenen Jahre! Die Zusammenarbeit zwischen der Postbank und auticon ist sehr fruchtbar. Ich freue mich, dass wir den gemeinsamen Weg auch in Zukunft weitergehen.“

Sven Oelschläger, Leiter Application Governance, Postbank

„Wir mussten damals das Konzept, Autisten in der IT einzusetzen, noch sehr oft erklären. Die CEO´s und CIO´s hatten vor allem das Bild des ‚Rain Man‘ im Kopf, wenn es um Autisten ging. Das hat sich inzwischen geändert. Heute ist unser Ansatz in der IT-Community bekannt und anerkannt“, sagt Müller-Remus rückblickend. „Uns haben dabei natürlich auch die vielen Presseartikel und Awards geholfen.“ 2012 gewann auticon mit dem KfW Gründerchampion Award die erste Auszeichnung. Inzwischen sind es einige mehr geworden: neben anderen der IT-INNOVATION Award, der BITKOM Innovators’ Pitch, der Xing New Work Award und der Deutsche Gründerpreis.

Während 2012 noch mit dem Vorzeichen „Aufbau“ versehen war, konnte auticon 2013 richtig durchstarten: Die ersten Kundenprojekte liefen an, die Niederlassungen in Düsseldorf und München gingen an den Start. Am Ende des Jahres waren bereits rund 30 erfolgreiche Kundenprojekte absolviert und 24 Autisten im Job.

„Und für mich kam im Juli 2013 eine ganz wichtige Entlastung: Mein Geschäftsführungs-Kollege Kurt Schöffer. Das war nicht nur eine perfekte Ergänzung in den Geschäftsführungskompetenzen, sondern die richtige Entscheidung, dass aus einem wachsenden Start up ein stabiles Unternehmen werden konnte.“, so Müller-Remus.

2014 bedeutete für auticon vor allem eines: Wachstum. Mit Frankfurt, Stuttgart und Hamburg kamen weitere Niederlassungen hinzu. Deutschlandweit wurden im gleichen Jahr knapp fünfzig Kundenprojekte bearbeitet. Auch die Anzahl der Consultants wuchs, ebenso wie das gesamte Team: Am Ende des Jahres zählte auticon vierzig Consultants und rund zwanzig weitere Teammitglieder. Die Quote von Menschen im Autismus-Spektrum zu Nicht-Autisten betrug damit rund 2:1 – das mittelfristige Ziel heißt jedoch 5:1. Auch das Dienstleistungsportfolio wurde 2014 geschärft, um die Stärken der autistischen Kollegen optimal beim Kunden einsetzen zu können.

„auticon gehörte zur ersten Kohorte von Social Startups die wir betreut haben. Sowohl die Idee als auch das Gründerteam hat uns vom ersten Moment an überzeugt. Man spürte den Unternehmergeist und die soziale Mission, die mit dem Vorhaben verfolgt wurde. Für uns war  auticon die Bestätigung, dass es richtig ist Sozialunternehmen zu fördern!“

Norbert Kunz, Geschäftsführer Social Impact gGmbH

2015 wuchs das auticon-Team auf aktuell rund achtzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, am Ende des Jahres werden über hundert erfolgreich bearbeitete Kundenprojekte stehen. In diesem Jahr konnte auticon damit die nächsten Stufen auf dem Weg vom Start-Up hin zum etablierten Mittelständler nehmen. „Auch im nächsten Jahr werden wir weitere entscheidende Schritte setzen“, so auticon-Geschäftsführer Kurt Schöffer. „Doch eine Sache wird sich auch weiterhin nicht ändern: Das gesamte Team ist begeistert von dem Gedanken, unseren Kunden durch den Einsatz spezifischer autistischer Stärken herausragende Qualität und damit einen Mehrwert für unsere Kunden zu erbringen – und so Arbeitsplätze für Menschen im Autismus-Spektrum zu schaffen.“

Pressemitteilung: auticon gewinnt namhafte Investoren PM_2-15 Kap.erhöh. Nov15 Am 16.09.2015 erhielt „auticon – Berufsperspektiven für Menschen im Autismus-Spektrum“ die Auszeichnung als „Ausgezeichneter Ort 2015“. auticon Quick Breakfastclub bei Lautsprecher Teufel