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auticon für Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 nominiert

Soziales Engagement und Vorreiterrolle durch besonderes Geschäftsmodell für Autist*innen

auticon wurde für den DNP 2021 für Unternehmen nominiert

München, 30. Juli 2021 — Das Expertengremium der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis hat die auticon GmbH für den 14. Deutschen Nachhaltigkeitspreis (DNP) für Unternehmen vorgeschlagen. Der Preis wird an Firmen verliehen, die mit besonderem sozialen Engagement, mit innovativen Produkten und Services oder mit hohen ökologischen Standards in der Produktion beispielhaft vorausgehen. Der IT-Dienstleister auticon ist das erste Unternehmen in Deutschland, das für seine Services ausschließlich Autist*innen einsetzt und für deren Gleichstellung in der Gesellschaft und im Arbeitsleben kämpft. Die Entscheidung über die Finalisten im Wettkampf um den DNP fällt am 01. September 2021, die Preisverleihung findet dann am 03. Dezember 2021 im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages statt.

Der DNP ist Europas größte Auszeichnung dieser Art und wird 2021 in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen vergeben. Das Expertengremium des DNP besteht aus Vertreter*innen aus Industrie und Handel, Wissenschaft und Forschung sowie Non-Profit-Unternehmen. Diese Jury zeichnet Unternehmen aus, die mit wegweisenden und nachhaltigen Geschäftsmodellen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und Transformation als wirtschaftliche Chance nutzen. Die auticon GmbH wurde für ihren Beitrag zur Inklusion von autistischen IT-Spezialist*innen nominiert. Sie werden von auticon gezielt recruitet, fest angestellt, können sich fachlich einbringen und konstant weiterentwickeln. Als Spezialisten für Programmierung, Datenanalyse, Qualitätssicherung oder Automatisierung unterstützen sie die IT-Teams der auticon-Kunden, zu denen internationale Konzerne, DAX-Unternehmen und mittelständische Firmen gehören.

Autist*innen haben oft eine hohe fachliche Qualifikation und herausragende kognitive Fähigkeiten, die gerade in IT-Projekten wertvoll sind. Gleichzeitig haben sie aber Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion und mit Reizüberflutung durch Geräusche, Lichter, Berührungen Gerüchte etc. Nach Schätzungen sind 85 Prozent der Autisten deshalb nicht am ersten Arbeitsmarkt tätig. auticon hat ein Geschäftsmodell entwickelt, das auf Autismus-freundlichen Arbeitsumgebungen und der Unterstützung der Autist*innen durch ausgebildete Job Coaches basiert. Damit gelingt die Inklusion der auticon-Mitarbeiter*innen in die IT-Projekte der Auftraggeber und eine für beide Seiten bereichernde Zusammenarbeit. Durch die Festanstellung sind die auticon-Mitarbeiter*innen selbständig und finanziell unabhängig von staatlicher Hilfe. Oft erfahren sie zum ersten Mal eine Wertschätzung ihrer Person, ihrer Fähigkeiten und ihrer IT-Skills, werden ihrem Know-how entsprechend eingesetzt und können sich in ihrem Interessensgebiet entfalten. Das Modell ist einzigartig, innovativ und so erfolgreich und skalierbar, dass es inzwischen weltweit an 20 Standorten umgesetzt wird.

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