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Die Studie „Neue Technologien und soziale Innovationen“ des CSI in Heidelberg zeigt neue Perspektiven für Unternehmen auf

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Die aktuelle Studie „Neue Technologien und soziale Innovationen“ vom Centrum für soziale Investitionen und Innovationen in Heidelberg untersuchte die wirtschaftliche und technische Relevanz von sozialen Innovationen. Die Ergebnisse zeigen die Stärken von Social Enterprises und liefern Handlungsempfehlungen.

„Soziale Innovationen werden weltweit entwickelt, um sich dringenden gesellschaftlichen Bedürfnissen in so unterschiedlichen Bereichen wie Gesundheit, dem Strukturwandel im ländlichen Raum und nachhaltigem Konsum anzunehmen“, so Blessing und KollegInnen. Es wurden insgesamt 19 Unternehmen untersucht welche diese Kriterien erfüllen. auticon zählte ebenfalls zu den befragten Unternehmen.

Gegenseitige Ergänzung von sozialer und technischer Innovation

Die Befragung der verschiedenen Unternehmen führte zu interessanten Ergebnissen. Das Forscherteam fand heraus, dass soziale Innovationen in Zukunft an Relevanz gewinnen. Denn es wird immer schwieriger sich am komplexen Markt zu behaupten. Unternehmen, welche sich allein auf technischen Fortschritt beschränken, nehmen sich daher entscheidende Möglichkeiten. In Symbiose können Technik und soziales Bewusstsein nämlich ihr volles Potential entfalten. Dabei steht der Gedanke im Mittelpunkt, dass einzelne Akteure eingebettet sind in ein eng verwobenes Netzwerk. In diesem lassen sich soziale Praktiken nicht von Wirtschaftlichkeit trennen. Im Gegenteil: Eine Veränderung des Bewusstseins ist die Bedingung für eine neue Philosophie. Unternehmerischer Erfolg und die Lösung gesellschaftlicher Probleme lassen sich auf diese Weise vereinen.

 

Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Auf Basis der Studie formulierten die Forscher fünf Ratschläge für Unternehmen:

 

  1. Akteure aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen. So kann komplementäre Expertise entstehen.

 

  1. Möglichst schnell eine Anfangsfinanzierung für die Innovation sichern. Hier ist es wichtig sich nicht von den teils komplizierten Verfahren entmutigen zu lassen. Universitäten können ein kompetenter Ansprechpartner für die Bewerbung auf Förderung sein. Wieder andere Unternehmen lösten das Problem mit Privatvermögen, Crowdfunding oder konzerneigenen Mitteln.

 

  1. Gute Zusammenarbeit von wirtschaftlichen und sozialen Institutionen. Vor allem geht es darum, zu verstehen, dass die beiden Felder nicht in Konkurrenz stehen. Sie helfen sich sogar Gegenseitig bei der Problemlösung.

 

  1. Sensibilisierung der Öffentlichkeit für bestimmte soziale Themen. Hier muss die Unternehmenskommunikation aktiv werden. Mehr gesellschaftliches Bewusstsein schafft eine erhöhte Offenheit für die jeweiligen Probleme.

 

  1. Die öffentliche Hand als Kunde. Für viele der befragten Unternehmen ist diese der wichtigste Kunde. Denn es im staatlichen Interesse liegen, soziale Unternehmen zu bevorzugen. So werden nämlich Kosten gespart, welche ansonsten widerum in Sozialleistungen münden würden.

 

Somit liefert die Studie wichtige Erkenntnisse für die Praxis. Sie ist ein Appell an Unternehmen, die Angst vor vermeintlicher Unwirtschaftlichkeit eines sozialen Engagements zu verlieren und bietet eine zukunftsweisende Perspektive.

 

Die gesamte Studie können Sie hier lesen.

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